Grüner Star - Glaukom
Der Grüne Star (Glaukom), eine Sehnerverkrankung, die meistens mit einem erhöhten Augeninnendruck einhergeht, bedarf einer lebenslangen regelmäßigen Betreuung. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser ist die Prognose. Deshalb sind Vorsorgeuntersuchungen sehr wichtig.
Glaukom
Wir verfügen über alle diagnostischen Möglichkeiten (Computergesichtsfeld, Pachymetrie, HRT, GDX), diese Erkrankung zu erkennen, das Stadium und den erforderlichen Augeninnendruck (Zieldruck) festzulegen und die für sie angemessene Therapie danach auszurichten. In den meisten Fällen kann der Augeninnendruck durch Augentropfen gut eingestellt werden, selten sind weitergehende Maßnahmen wie Laserkoagulationen (LTP), Cyclophotokoagulationenen (CPK), oder Operationen (Goniotrepanation oder Trabekulektomie) erforderlich.
Eine chronische Erkrankung
Abgesehen von dem akuten Winkelblock (Glaukomanfall), einer Sonderform, die plötzlich entstehend mit sehr hohen Augeninnendruckwerten einhergeht, ist die Erkrankung chronisch und bedarf einer lebenslangen Behandlung. Eine familiäre Häufung ist bekannt. Es gibt auch Glaukome, die durch Medikamenteneinnahme, wie z.B. Antiepileptika oder Cortison entstehen. Glaukome als Folge z. B. einer schweren diabetischen Retinopathie oder einer Augenthrombose können sekundär auftreten.
Symptome:
Die Erkrankung beginnt schleichend und schmerzlos und wird deshalb in den allermeisten Fällen in einem sehr späten Stadium durch Gesichtsfeldausfälle und noch später durch eine Verminderung des Sehvermögens bemerkt.
Diagnose:
Die Diagnose des Grünen Stars ist oft nicht leicht zu stellen. Einen guten Hinweis bietet die Augeninnendruckmessung, die durch einen Luftstoß berührungsfrei (Non Contact Tonometer) oder durch das Aufsetzen eines Stempels auf die betäubte Hornhaut (genauere Goldmann-Tonometrie) erfolgen kann. Augeninnendruckwerte zwischen 10 mm Hg und 20 mm Hg applanatorisch sind normal. Diese Augeninnendruckmessung ist kombiniert  mit einer Untersuchung des Sehnervs, der für den Augenarzt erkennbare typische Veränderungen zeigen kann.
Es finden sich Glaukome, bei denen der Augeninnendruck normal oder niedrig ist, oder aber es können hohe Augeninnendruckwerte durchaus auch bei gesunden Augen gefunden werden. Hier helfen weiterführende Untersuchungen wie die Gesichtsfelduntersuchung, die Untersuchung mit dem Heidelberger Retina Tomographen (HRT) und die Hornhautdickenmessung (Pachymetrie) und die Messung der Dicke der Nervenfaserschicht (OCT).

Die Früherkennung des Glaukoms ist keine Kassenleistung und kostet nach der Gebührenordnung  EUR 20,00. Es wird empfohlen, die Untersuchung ab dem 40. Lebensjahr alle 2 Jahre routinemäßig durchführen zu lassen.
Therapie:
In den meisten Fällen ist eine drucksenkende medikamentöse Augentherapie ausreichend um das Fortschreiten der Erkrankung zu vermeiden. Oft reicht es aus 1-2 mal täglich Augentropfen in den Bindehautsack zu applizieren. Selten sind chirurgische Maßnahmen erforderlich.
>> Glaukomoperation

Augenarztpraxis Klosterstraße
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Klosterstraße 53
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