Grauer Star-Operation
Der Graue Star, auch Katarakt genannt, ist eine Trübung der Augenlinse. Diese Augenkrankheit ist meist altersbedingt. In sehr seltenen Fällen sind auch Neugeborene betroffen. Bei uns wird nach dem neuesten Standard operiert. Es wird über einen kleinen Schnitt der Kern der Linse mit Ultraschallwellen zertrümmert, die Rinde abgesaugt, damit dann in den leeren Kapselsack eine neue Faltlinse implantiert werden kann.
Katarakt
Einen grauen Star (Katarakt) bekommt früher oder später jeder von uns. Die Erkrankung bedeutet, dass die Augenlinse sich eintrübt. Das Sehen wird schlechter insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen und die Blendungsempfindlichkeit nimmt zu. Irgendwann reicht das Sehvermögen für die täglichen Verrichtungen nicht mehr aus und der Zeitpunkt zur Operation ist gekommen.

Wir führen in ruhiger entspannter Atmosphäre jährlich 700 bis 800 Operationen am grauen Star durch, entweder ambulant (Evangelisches Krankenhaus) oder stationär (Herz-Jesu-Krankenhaus), wahlweise in Leitungsanaesthesie oder in Vollnarkose.
Operation im Evang. Krankenhaus
Operation im Evang. Krankenhaus
Die Operation des grauen Stars umfasst den größten Bereich des operativen Einsatzes.
Die Operationen können sowohl im Evangelischen Krankenhaus Johannisstift als auch im Herz-Jesu-Krankenhaus Hiltrup durchgeführt werden. Im Evangelischen Krankenhaus haben wir eine Zulassung für ambulante Operationen, im Hiltruper Krankenhaus eine Belegabteilung zusammen mit Herrn Dr. Motz und Frau Dr. Leuen.

Die Operationen können wahlweise in Lokalanästhesie, Tropfanästhesie als auch in Narkose ausgeführt werden.
 
Vor der Operation
erfolgt eine ausführliche Aufklärung und Besprechung in unserer Praxis in der Klosterstrasse. Bei der Besprechung wird der Termin zur Operation vereinbart. Vor der Operation ist eine Untersuchung durch den Hausarzt erforderlich. Vor der Operation erfolgt eine Vorstellung in der Abteilung für Anästhesie entweder im EVK oder im Hiltruper Krankenhaus.
 
Optische Biometrie
Bei der Besprechung wird auch die Dioptrie der zu implantierenden Linse berechnet. Die Messung kann mit Ultraschall oder einer Lasertechnologie erfolgen. Die letzte, genauere Messmethode ist allerdings kostenpflichtig (55,23 Euro) aber sehr zu empfehlen.
Weitere Kosten entstehen nicht, es sei denn, es sollen spezielle Sonderlinsen (Premiumlinsen) implantiert werden. Das ist allerdings nicht in jedem Fall sinnvoll und muß besonders besprochen werden.
 
Am Operationstag müssen Sie eine Stunde vor der eigentlichen Operation im Krankenhaus sein. Zur operativen Vorbereitung wird ein Zugang für eventuell zu injizierende Medikamente gelegt – außerdem muß die Pupille weitgestellt werden. Die Operation selbst dauert etwa 8-15 Minuten und wird nach den z. Zt. üblichen mikroincisionalen Techniken durchgeführt. Bis zum nächsten Tag ist ein Verband zu tragen, danach benötigt das Auge für 5 Wochen Augentropfen. Die Tropfanleitung dafür wird Ihnen im Krankenhaus mitgegeben.
 
Lesen ist schon am nach drei Tagen erlaubt und oft ist es dann auch schon möglich Auto zu fahren. Wichtig ist, in den ersten Tagen nicht am Auge zu reiben.
 
Krankschreibung:
Je nach beruflicher Beanspruchung ist eine Krankschreibung zwischen 3 Tagen und 3 Wochen nötig.
Taxischein: Fragen Sie nach einem Taxischein (EUR 10,- je Fahrt, ohne Befreiung).
 
Brillenglas:
Ein neues Brillenglas wird nach der Operation nach etwa 6 Wochen erforderlich. Eine Sonnenbrille ist als Blend- und mechanischer Schutz in den ersten Tagen nach der Operation sinnvoll.

Augenarztpraxis Klosterstraße
48143 Münster
Klosterstraße 53
Tel: (0251) 41 48 10